Programm

Das Programm Wärme­ver­bünde fördert den Bau, die Erwei­terung sowie die Umstellung von Wärme­ver­bünden auf Abwärme oder erneu­er­bare Ener­gien.

Mehr

Die Stiftung KliK unter­stützt Betreiber von Wärme­ver­bünden, welche Ener­gie­träger aus erneu­er­baren Quellen einsetzen. Das Antrags­ver­fahren ist einfach, die Vorprüfung erfolgt rasch und ist für den Antrags­steller kostenlos.


Auch mittlere und kleinere Wärme­ver­bünde können vom Programm profi­tieren. Bereits bei einer jährlichen Einsparung von 100‘000 m 3 Erdgas erhalten Sie eine Förderung von 20‘000 CHF pro Jahr bis Ende 2030.


Voraus­setzung ist, dass mit dem Bau, der Erwei­terung oder der Umstellung noch nicht begonnen wurde und die Ener­gie­träger aus einer der folgenden Quellen stammen:


  • Abwärme aus Wasser oder Abwasser
  • Indu­stri­elle Abwärme
  • Abwärme aus Kehricht­ver­bren­nungs­an­lagen (KVA)
  • Biomasse

Förder­bei­träge

Die Stiftung KliK fördert teilnah­me­be­rech­tigte Wärme­ver­bünde mit CHF 100 pro redu­zierte Tonne CO₂ bis 2030.


Mit dem Beitrags­rechner können Sie Ihre voraus­sicht­lichen Förder­bei­träge berechnen.


Die Förder­bei­träge werden jährlich gemäss den effektiv erzielten CO₂-Einspa­rungen ausbe­zahlt.


Die Teilnahme am Programm ist kostenlos. Es fallen eder Vali­die­rungs- noch Veri­fi­zie­rungs­kosten an.

Liste der Teilnehmer

Projekt
Kategorie
Standort
Prognose bis 2030
Abwasserwärmenutzung Küsnacht
Abwasser
8700 Küsnacht
495
Anergie Forren
Industrie NT
9056 Gais
33
Circulago
Umgebungswärme
6301 Zug
3468
Eglise Riddes
Biomasse
1908 Riddes
1277
eGSG Initialcluster Mitte
Industrie NT
9015 St. Gallen
3028
Erweiterung Büel Pünt
Erweiterung
8317 Tagelswangen
958
Erweiterung Fernwärmeverbund Wolhusen
Biomasse
6110 Wolhusen
1695
Fernwärme Bazenheid + Kirchberg
KVA
9602 Bazenheid
731
Fernwärme Eternit
KVA
8867 Niederurnen
14305
Fernwärme Stichstrasse Näfels/Mollis
KVA
8752 Glarus Nord
12873
Infrastructures thermiques
Umgebungswärme
1024 Ecublens
5374
Nahwärmenetz Colobern Süd
Industrie NT
3007 Bern
750
Nahwärmeverbund Davos
Umgebungswärme
7260 Davos
1628
Nahwärmeverbund suissetec KSMG
Biomasse
4654 Lostorf
1335
Netzerweiterung Gäng
Erweiterung
6436 Muotathal
172
NWV Hessgut Steinhölzli, Liebefeld
Biomasse
3097 Liebefeld
544
Sanierung Wärmeversorgung PUK Rheinau Teil 1
Industrie NT
8462 Rheinau
370
Sanierung Wärmeversorgung PUK Rheinau Teil 2
Biomasse
8462 Rheinau
612
Teleriscaldamento Acquarossa
Biomasse
6716 Acquarossa
6764
Teleriscaldamento Airolo
Biomasse
6780 Airolo
1443
Teleriscaldamento Tesserete
Biomasse
6950 Tesserete
1026
Thoracker Ersatz Wärmeerzeugung
Erweiterung
3074 Muri bei Bern
3011
Wärmeverbund
Biomasse
6376 Emmetten
2025
Wärmeverbund Breiti Embrach
Biomasse
8424 Embrach
1780
Wärmeverbund Eichbühl
Erweiterung
6246 Altishofen
33
Wärmeverbund Eschenbach LU
Biomasse
8733 Eschenbach
14093
Wärmeverbund Flühli
Biomasse
6173 Flühli
3359
Wärmeverbund Häller Sempach
Biomasse
6204 Sempach
3016
Wärmeverbund Kappelenring
Umgebungswärme
3033 Wohlen bei Bern
5396
Wärmeverbund KVA Thun
KVA
3600 Thun
4572
Wärmeverbund Lüterswil-Gächliwil
Biomasse
4584 Lüterswil
1294
Wärmeverbund Mägenwil
Biomasse
5506 Mägenwil
887
Wärmeverbund Nottwil
Biomasse
6207 Nottwil
1216
Wärmeverbund Schulhaus Fiechten
Biomasse
4153 Reinach
2763
Wärmeverbund See Weggis - Etappe 1
Umgebungswärme
6353 Weggis
2567
Wärmeverbund Wangen SZ
Biomasse
8855 Wangen SZ
10634
Wärmeverbund Witterswil
Erweiterung
4108 Witterswil
3880
WV Sarnen
Biomasse
6060 Sarnen
2356

Ihre Vorteile

Einfaches Antragsverfahren mit Online-Eingabe
Schnelle und kostenlose Vorprüfung
Keine Kosten für Validierung und Verifizierung

In Zusam­men­arbeit mit

Teilnah­me­be­din­gungen

Förder­be­rechtigt sind Wärme­ver­bünde, die folgende Bedin­gungen erfüllen:


Der Wärme­verbund befindet sich in der Schweiz.


Der Wärme­verbund wird mit Abwärme oder erneu­er­baren Ener­gien aus folgenden Quellen betrieben:


          • Abwärme aus Wasser oder Abwasser
          • Indu­stri­elle Abwärme
          • Abwärme aus Kehricht­ver­bren­nungs­an­lagen (KVA)
          • Biomasse


Der Wärme­verbund wird neu gebaut, erweitert oder von fossilen auf erneu­er­bare Energie oder Abwärme umge­stellt, wobei auch im Falle einer Umstellung das Wärmenetz zwingend erweitert werden muss.

Die Programman­meldung muss vor der ersten, namhaften Auftrags­ver­gabe (z.B. Bestellung Kessel oder Werkvertrag) erfolgen.

Die Einhaltung der Teilnah­me­kri­te­rien wird von Neosys im Auftrag von InfraWatt überprüft, wobei Neosys Sie bei der Erstellung der Nachweis­do­ku­mente kostenlos unter­stützt. Nach posi­tiver Prüfung wird ein Förder­vertrag mit Laufzeit bis 2030 mit der Stiftung KliK abge­schlossen.

Der Wärme­verbund ist ohne Förderung unwirt­schaftlich. Dies wird ganz einfach anhand der Trassen­länge und der gelie­ferten Energie bestimmt.




Vom Antrag zur Auszahlung

Die Teilnahme am Förder­pro­gramm erfolgt in vier einfachen Schritten.


Wichtig: die Anmeldung zum Programm muss vor der Auftrags­ver­gabe (Beispiel: Unter­zeichnung des Werkver­trags) erfolgen!


1. Melden Sie sich mit dem Online Anmel­de­for­mular an. Der Antrag­steller ist der Eigner des Wärme­ver­bunds, an welchen die Förder­bei­träge ausbe­zahlt werden.


2. Die Stiftung KliK bestätigt Ihnen den Eingang der Anmeldung und leitet Ihre Unter­lagen weiter an Neosys zur Bear­beitung des Antrags. Im Rahmen des Antrags wird anhand von wenigen einfachen Punkten geprüft, ob Ihr Wärme­verbund die Teilnah­me­be­din­gungen erfüllt.


3. Nach erfolg­reicher Vorprüfung Ihres Antrags stellt Ihnen die Stiftung KliK einen Teilnah­me­vertrag zu. Ein Muster des Teilnah­me­ver­trags ist hier einsehbar.

Mit der Unter­zeichnung des Teilnah­me­ver­trags wird ihr Projekt ins Förder­pro­gramm aufge­nommen.


4. Nach der Inbe­trieb­nahme des Wärme­ver­bunds müssen Sie die zur Erstellung des Moni­to­rings benö­tigten Daten jährlich Neosys zur Verfügung stellen. Ausführ­li­chere Infor­ma­tionen zu den benö­tigten Angaben finden Sie hier.


Besonders attraktiv ist, dass für Sie als Programm­teil­nehmer über die gesamte Vertrags­laufzeit keinerlei Trans­ak­ti­ons­kosten entstehen.

Vertrag

Gemäss Teilnah­me­vertrag treten die Programm­teil­nehmer den Anspruch auf Beschei­ni­gungen an die Stiftung KliK gegen eine Abgeltung von CHF 100 pro vom BAFU ausge­stellte Beschei­nigung ab. Der Vertrag läuft bis Ende 2030. Der Teilnah­me­vertrag regelt die Rechte und Pflichten der Programm­teil­nehmer und der Stiftung KliK sowie die konkrete Abwicklung der Förderung. Antrag­steller erhalten den Teilnah­me­vertrag nach erfolg­reicher Prüfung des Antrags zuge­stellt.

Moni­toring

Die anre­chen­baren Emissi­ons­re­duk­tionen werden jährlich im Rahmen des Moni­to­rings aufgrund der tatsächlich durch den Wärme­verbund gelie­ferten Wärme­menge berechnet. Die Berechnung basiert auf den Vorgaben des BAFU und wird von einer Veri­fi­zie­rungs­stelle geprüft.


Um diese Berechnung durch­führen zu können, benötigt Neosys:


  • Liste der Wärme­be­züger mit Infor­ma­tionen zum Anschlussjahr an den Wärme­verbund, zum Gebäu­detyp (Neubau – Altbau, EFH - anderer Typ) und zur ersetzten Heizung (Ener­gie­träger und bei Bezügern von mehr als 150 MWh pro Jahr das Alter der ersetzten Heizung). Bei Erwei­te­rungen des Wärme­ver­bunds muss diese Liste jeweils aktua­li­siert werden.
  • jährliche Abrechnung der Wärme­lie­fe­rungen pro Bezüger
  • jährliche Abrechnung des Strom­ver­brauchs des Wärme­ver­bunds sowie allfäl­liger fossiler Verbräuche aus der Deckung der Spitzenlast
  • Aktu­elles Betriebs- / Prinzip­schema, welches alle Messpunkte ausweist, falls vorhanden
  • Aktu­eller Plan des Fernwär­me­netzes, Stand des Ausbaus
  • Im ersten Moni­to­ringjahr: Datum Aufnahme des Betriebs des Wärme­ver­bunds
  • Im ersten Moni­to­ringjahr: Datum Beginn Arbeiten (Datum Unter­schrift Werkvertrag o.ä.) inklu­sive Beleg (Auszug Unter­schrif­ten­seite Werkvertrag)


Nachweis­do­ku­mente wie z.B. Eichpro­to­kolle der Wärme- und Strom­zähler oder Verträge, die dem Betreiber des Wärme­ver­bunds die Rechte auf Beschei­ni­gungs­ein­nahmen sichern, müssen auf Nachfrage vorgelegt werden.


Die benö­tigten Moni­to­ring­daten müssen jährlich bis Ende Januar des Folge­jahres an Neosys einge­reicht werden.